Eine Initiative von:

IHK Dortmund
Stadt Dortmund
Kreis Unna
Stadt Hamm
Landesministerium

Bundesweit einmaliges Pilotprojekt Mobil.Pro.Fit. war erfolgreich

Sechs Unternehmen und Institutionen in der IHK ausgezeichnet

Sechs Betriebe und Institutionen aus Dortmund, Hamm und dem Kreis Unna wurden am 14. März für ihre erfolgreiche Teilnahme am bundesweit einmaligen Pilotprojekt Mobil.Pro.Fit. in der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Dort-mund ausgezeichnet. Ihre Aufgabe in den letzten zwölf Monaten bestand für die Teilnehmer darin, ein nachhaltiges Maßnahmenprogramm zur Verbesserung der betrieblichen Mobilität in den Bereichen Dienstreisen, Fuhrpark und Mitarbeitermobilität aufzustellen. Insgesamt wurden 110 Einzelmaßnahmen erarbeitet. Besonderen Wert legten die Teilnehmer auf Angebote für ihre Mitarbeiter. Rund 5.600 Beschäftigte wurden auf diesem Wege angesprochen. Der Teilnahme an Mobil.Pro.Fit. ist es zu verdanken, dass sie künftig preiswerter, gesünder, schneller oder sicherer zur Arbeit und zurück kommen.

Foto der ausgezeichneten Teilnehmer
Ausgezeichnete Teilnehmer

IHK-Hauptgeschäftsführer Reinhard Schulz zeigte sich beeindruckt von den guten Ergebnissen: „Wir werden das Programm fortsetzen und auch im nächsten Jahr unseren Mitgliedsbetrieben die Möglichkeit zur Teilnahme an Mobil.Pro.Fit. geben. Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie die Verbesserung von Mobilität zum Klimaschutz und zur Schonung des Geldbeutels beiträgt.“

Dem Ideenreichtum der Unternehmen und ihren Mitarbeitern waren keine Grenzen gesetzt. Von bevorzugten Parkplätzen für Fahrgemeinschaften und Fahrgemeinschaftsbörsen, der Zurverfügungstellung von Betriebsfahrrädern für die Fahrt zwischen Bahnhof und Betrieb bis hin zu Fahrsicherheits- und Spritspartrainings reicht die Palette der eingeführten Maßnahmen zur Verbesserung der Mobilität.

Landrat Makiolla zeichnete gemeinsam mit IHK-Hauptgeschäftsführer Reinhard Schulz die Teilnehmer aus dem Kreis Unna aus: Es sind die Firmen move Verkehrsbildungszentrum Unna GmbH und die KiK Textilien & Non-Food GmbH.

Mit rund 20 Mitarbeitern zeigt MOVE, dass Mobil.Pro.Fit. nicht nur ein Angebot für große Unternehmen ist. Durch die Ausbildung von Fahrlehrern und Berufskraftfahrern ist die Verbesserung der Mobilität kein Fremdwort für das Unternehmen. Aus dem Maßnahmenprogramm ist hervorzuheben, dass MOVE das eigene Fahrsicherheitszentrum, das derzeit entsteht, zur Verfügung stellen wird, um Fahrradsicherheitstrainings anzubieten. Dieses Angebot wird beispielsweise KiK nutzen, sodass in Unna auch eine Kooperation zwischen den Teilnehmern entstanden ist.

Der Startschuss für das Thema Betriebliche Mobilität bei KiK war schon vor Mobil.Pro.Fit. gefallen. Das Unternehmen wurde bereits durch den Kreis Unna zu diesem Thema begleitet, sodass es KiK in dem doch recht knappen Projektzeitraum gelang, einen Maßnahmenplan mit 35 einzelnen Maßnahmen aufzustellen. Dazu gehört u.a. die Kooperation mit einer internetbasierten Mitfahrerbörse für die KiK-Mitarbieter. Weiterhin möchte KiK für die Zukunft dieses Angebot öffnen für andere Firmen des Gewerbegebietes in Bönen und hat bereits eine entsprechende Initiative gestartet. Erwähnenswert auch die Mobilitätslotterie. Per Zufallsgenerator wurden morgens Mitarbeiter gefragt, ob sie umweltschonend bzw. gesundheitsbewusst zur Arbeit gekommen sind. Wer die Frage mit „Ja“ beantworten konnte, hat einen Kantinengutschein erhalten. KiK sieht das Thema Betriebliche Mobilität als Teil seines Umweltmanagementsystems und hat das Thema dort fest integriert, sodass auch die Weiterarbeit an dem Thema gesichert ist.

Im Hamm nahmen die Hesse GmbH & Co. KG und die Stadt Hamm in ihrer Rolle als Arbeitgeber teil.

Die Firma Hesse setzt ein umfassendes Maßnahmenpaket um. Dazu gehört u. a. eine neue Car Policy. Dahinter verbirgt sich die Umstellung der Dienstwagenflotte mit einem jährlichen Einsparpotenzial von 15.000 € für das Unternehmen und 150 t CO2 für die Umwelt. Darüber hinaus fördert Hesse die Bildung von Fahrgemeinschaften. Das finanzielle Einsparpotenzial entsteht hier für die Mitarbeiter. Auf Basis einer Mitarbeiterbefragung und einer Wohnstandortanalyse rechnet Hesse mit einem jährlichen Einsparpotenzial für die entsprechenden Mitarbeiter von insgesamt 25.000 € und einer Einsparung von 8 t CO2.

Mobil.Pro.Fit. richtet sich nicht nur an IHK-Mitgliedsunternehmen, sondern auch an Institutionen, was durch die Teilnahme der Stadt Hamm belegt wird. Die besondere Herausforderung der Stadt Hamm bestand darin, dass die 2.500 Mitarbeiter nicht alle im technischen Rathaus angesiedelt sind, sondern über 30 Standorte im Stadtgebiet verteilt sind. Auch das Mobilitätsteam der Stadt hat ein umfassendes Maßnahmenpaket zusammengestellt. Im Mittelpunkt steht die Information. Ein neu eingerichtetes Mobilitätsportal im Intranet bündelt alle Information vom Dienstreiseantrag bis zum ebenfalls neu eingerichteten Haltestellennavigator für die ÖPNV-Nutzung zwischen den Dienststellen. Auch die Einbindung in das betriebliche Vorschlagswesen hat schon erste Früchte getragen.

Oberbürgermeister Ullrich Sierau zeichnete gemeinsam mit IHK-Hauptgeschäftsführer Reinhard Schulz die Dortmunder Teilnehmer aus. Es sind die Werkstätten der Arbeiter-Wohlfahrt Dortmund GmbH und der Dortmund Airport.

Die AWO-Werkstätten setzen einen Schwerpunkt ihres Maßnahmenprogrammes auf die Inklusion behinderter Mitarbeiter. Von den über 1.100 Mitarbeitern haben 850 eine Behinderung, denen die stärkere Nutzung des ÖPNV anstelle des Behindertenfahrdienstes eine größere Selbstständigkeit erlauben soll. Die eigentlichen Maßnahmen sind dann Fahrtrainings mit den Behinderten oder die Einrichtung von ÖPNV-Fahrgemeinschaften, um die Strecke in der Gemeinschaft zu überwinden. Dabei sind auch Eltern und Betreuer einzubinden, um auch dort Ängste abzubauen, Behinderte dem vermeintlich unsicheren Nahverkehr zu überlassen.

Beim Dortmund Airport würdigte Oberbürgermeister Sierau die Ernsthaftigkeit, mit der sich das Mobilitätsteam des Flughafens um die Mobilitätsverbesserungen für die Mitarbeiter und den Klimaschutz gekümmert habe. Das Maßnahmenprogramm des Flughafens umfasst u. a. eine neue Fahrradabstellanlage, eine Bonusregelung bei der Nutzung des ÖPNV, neue Software für die Optimierung von Dienstreisen oder eine weitere Flexibilisierung der Arbeitszeiten zur grundsätzlichen Verkehrsvermeidung. Darüber hinaus hat der Dortmund Airport einen Mobilitätsbeauftragten ernannt, der die Möglichkeit hat, die eine oder andere Maßnahme unbürokratisch in eigener Verantwortung umzusetzen.

14. März 2013

Initiative

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Die Broschüre zu den Auszeichnungen 2013

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